Einführung in Geschichte und Theologie der Ostkirchen
Die Ostkirchen wurden in drei Gruppen geordnet: 1. Die fünfzehn orthodoxen Kirchen. Jene Kirchen, deren gegenwärtiger Status von der Gesamtorthodoxie nicht anerkannt ist, sind in dieser Rubrik der jeweiligen Mutterkirche zugeordnet; 2. Die orientalischen Kirchen, untergliedert in die Assyrische ...
Die Ostkirchen wurden in drei Gruppen geordnet:
1. Die fünfzehn orthodoxen Kirchen. Jene Kirchen, deren gegenwärtiger Status von der Gesamtorthodoxie nicht anerkannt ist, sind in dieser Rubrik der jeweiligen Mutterkirche zugeordnet;
2. Die orientalischen Kirchen, untergliedert in die Assyrische Kirche des Ostens, die mit keiner anderen Kirche in Gemeinschaft ist, und in die Familie der sechs orientalisch-orthodoxen Kirchen;
3. Die katholischen Ostkirchen, die in Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche stehen. Sie wurden nach ihren jeweiligen orthodoxen Herkunftskirchen gruppiert, wobei die syro-maronitische und die italo-albanische Kirche keiner orthodoxen Mutterkirche zugeordnet werden können.
DIE OSTKIRCHEN
Eine reiche, aber fast unbekannte christliche Welt
Im "Westen" weiß man noch immer fast nichts oder jedenfalls zu wenig über "Die Ostkirchen", daher präsentiert die Stiftung PRO ORIENTE nicht ohne Stolz die Vielfalt und den Reichtum ihrer "Partnerkirchen", mit denen sie im Dialog steht. Einzelne Ostkirchen haben bis heute Eigentümlichkeiten der ersten christlichen Jahrhunderte bewahrt; manche haben im Lauf ihrer Geschichte Besonderheiten in Frömmigkeit, Liturgie und Theologie entwickelt, die in anderen Kirchen fehlen; fast alle sind durch starke Einbindung in kulturelle oder ethnische Gegebenheiten gekennzeichnet.
In der Orthodoxie spricht man seit jeher von "Schwesterkirchen", eine Ausdrucksweise, die in der katholischen Kirche erst mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gebräuchlich geworden ist. Es gibt aber unter den Kirchen auch "Mutter"- und "Tochter"-Kirchen mit typischen Generationen-Konflikten; es gibt Kirchen der Eroberer oder der Kolonialmächte gegenüber Kirchen von Unterdrückten, die um ihre Selbständigkeit ringen; und es gibt Kirchen, die aus Reformbewegungen entstanden sind, die in ihren Kirchen zurückgewiesen worden sind. Es zeigt sich, dass es aus sehr verschiedenen Gründen zu Trennungen und Spaltungen gekommen ist.
"Versöhnte Verschiedenheit" in die Einheit zu bringen, die zu finden uns aufgetragen ist, damit die Botschaft der Kirche ihre Glaubwürdigkeit nicht verliert, ist unser ökumenischer Auftrag.
Die Ostkirchen entdecken
Um sich leicht zurechtzufinden, wurden auf dieser Website jene Kirchen gruppiert, die miteinander in voller Gemeinschaft (Communio) stehen. Die Kirchenfamilien werden jeweils mit einer historisch-theologischen Einführung vorgestellt, sodann die einzelnen Kirchen mit ihrem jeweiligen Oberhaupt.
Die Ostkirchen wurden in drei Gruppen geordnet:
- Die fünfzehn orthodoxen Kirchen. Jene Kirchen, deren gegenwärtiger Status von der Gesamtorthodoxie nicht anerkannt ist, sind in dieser Rubrik der jeweiligen Mutterkirche zugeordnet;
- Die orientalischen Kirchen, untergliedert in die Assyrische Kirche des Ostens, die mit keiner anderen Kirche in Gemeinschaft ist, und in die Familie der sechs orientalisch-orthodoxen Kirchen;
- Die katholischen Ostkirchen, die in Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche stehen. Sie wurden nach ihren jeweiligen orthodoxen Herkunftskirchen gruppiert, wobei die syro-maronitische und die italo-albanische Kirche keiner orthodoxen Mutterkirche zugeordnet werden können.